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  • Alice Niederlich

Die Kunst des Seins

Aktualisiert: 14. Juli 2021


Im Yoga wollen wir einfach sein, unser wahres Ich erfahren, das völlig unbeeindruckt ist von dem, was im Außen passiert. Ein Ich, dass licht- und freudvoll ist und tiefes Vertrauen empfindet.

Doch es gibt jemanden, der uns diese Erfahrung nicht ganz so leicht macht und zwar unser Monkey Mind. Mit dem Monkey Mind ist unser Geist gemeint, der vergleichbar ist mit Äffchen, die wild und aufgeregt von Baum zu Baum springen. Genau das machen auch unsere Gedanken, sie springen von der Vergangenheit in die Zukunft, zur nächsten To Do List, von gestern auf morgen und wieder zurück. Das klingt nicht nur anstrengend, sondern es ist oft auch einfach anstrengend und vor allem lassen wir, während wir uns in diesen Gedanken verlieren, das Hier und Jetzt an uns vorbeiziehen.

Wenn wir achtsam und aufmerksam durch das Leben gehen, dann bekommen auch die kleinsten Dinge eine Bedeutung, wir leben im Augenblick und können Ängste und Sorgen loslassen.


Nimm dir doch mal bewusst Zeit und gehe z.B. in die Natur. Und dann nimm wahr, die Geräusche um dich herum, Gerüche, das Sonnenlicht, Bilder, ... doch bewerte es nicht. Lass es einfach da sein, und beobachte mal was es in dir auslöst und gönn dir auch mal tiefe und ruhige Atemzüge. Denn die Atmung ist ein wundervoller Anker, der uns immer wieder in den Moment zurückholt. Wir haben nicht die Möglichkeit nachträglich oder im Voraus zu atmen, nein der Atem geschieht genau jetzt in diesem Moment. Wie fühlst du dich? Vielleicht fühlst du dich auf einmal losgelöst, empfindest Freude, Zufriedenheit, Verbundenheit, Ruhe und Gelassenheit. Und dann nimm diese Qualitäten mit in deinen Alltag, tue das, was du tust mit voller Aufmerksamkeit und Bewusstsein, gönn dir zwischendurch immer mal wieder tiefe Atemzüge und schließe kurz die Augen. Diese Momente müssen nicht ewig sein, sie können auch nur ein paar Minuten dauern, völlig egal, aber spüre bewusst in dich hinein und fülle dich mit neuer Lebensenergie (Prana).


Die Überschrift "Die Kunst des Seins" habe ich bewusst so gewählt, denn ich persönlich finde, dass es wirklich eine Kunst ist. Es ist nicht leicht sich nicht in seinen Gedanken zu verlieren und sich nicht vom Außen beeindrucken zu lassen und bei sich selbst zu bleiben. Und auch Meditation sieht von Außen betrachtet vielleicht nicht sehr spektakulär aus, wir sitzen in einem aufrechten Sitzt mit geschlossenen Augen und atmen... doch Meditation erfordert eine hohe Konzentration und auch die Fähigkeit, seine Sinne zurückziehen zu können, um voll und ganz bei sich anzukommen. (btw. Meditation wird noch einen eigenen Artikel bekommen) Doch wir können von der Achtsamkeitspraxis nur profitieren: Wir lassen einzigartige Momente nicht mehr einfach an uns vorbeiziehen, wir können aus vollem Herzen leben, wir können Ängste und Sorgen kleiner werden lassen oder sogar loslassen und wir können die wahre und unabhängige Freude in uns selbst wahrnehmen.


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