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  • Alice Niederlich

Yoga und Indien

Aktualisiert: 14. Juli 2021



Spiritualität

Ein Sandstrand, die Weite des Meeres, ein Sonnenuntergang und Menschen, die hingebungsvoll Yoga praktizieren…

Diese perfekte Bild haben viele im Kopf, wenn sie an Yoga denken. Sicher wird uns diese Vorstellung auch auf den sozialen Medien oft so präsentiert und ja ich gestehe, auch meine Yogafotos sind meistens in der Natur aufgenommen. Ich denke allerdings, dass von den wenigsten Yogis in Wirklichkeit die alltägliche Yogapraxis so aussieht, ich persönlich habe auch noch nie im Bikini eine Yogasession abgehalten. Nichts destotrotz hatte auch ich den Wunsch einmal in einer wunderschönen natürlichen Kulisse Yoga zu praktizieren. Warum? Weil wir uns in der Natur meist sehr verbunden und zufrieden fühlen.


Als es wieder an unsere Urlaubsplanung ging kam dieses Bild auch immer wieder in mir hoch und nachdem wir auch sehr verliebt in Asien sind war schnell klar, in welche Richtung der Welt unsere Reise gehen sollte.

Ehrlich gesagt war Indien lange nicht die Nummer 1 auf meiner Reiseliste, aber seitdem ich mich intensiv mit Yoga beschäftige, wurde auch der Wunsch größer dieses Land zu bereisen. Im Februar 2020 durften wir dann eine wundervolle Zeit in Goa verbringen.

Ich war ziemlich aufgeregt und hatte Fragen im Kopf wie „Wo kann ich dann dort Yoga machen?“, „Muss ich das vorab buchen?“, „Kann ich dann überhaupt mithalten?“, …

Deshalb möchte ich nun gerne mit dir meine Erfahrung teilen, denn vielleicht hast auch du den Wunsch eines Tages nach Indien zu reisen, um dort in die Welt des Yoga einzutauchen.


Vorab – all die Sorgen und Fragen waren total umsonst. Gefühlt wurden einfach überall Yogastunden angeboten… man hat sozusagen die Qual der Wahl. Wir hatten zwei unterschiedliche Unterkünfte während unseres Aufenthaltes und in beiden wurde 2x täglich Yoga angeboten. Die erste Session wurde um 08.00 Uhr morgens angeboten und die zweite gegen 17.00 Uhr. Zwischendurch ist es sowieso ziemlich heiß, weshalb ich persönlich nur am Strand liegen wollte, Kokosnüsse schlürfen und mich so wenig wie möglich bewegen wollte.


Aber diese zwei Stunden am Tag waren einfach magisch. Wir praktizierten nicht direkt am Strand aber von den Yogaräumen aus schaute man direkt auf das Meer, eine leichte Brise wehte meistens und zu der späteren Stunde begann bereits die Sonne unterzugehen – wenn ich daran denke, dann bekomm ich heute noch Gänsehaut und Sehnsucht.


Wir praktizierten eigentlich ausschließlich Hatha Yoga und Yin Yoga. Aber don´t worry wenn du eher dynamisches und fließendes Vinyasa Yoga praktizieren möchtest, auch das wirst du dort finden. Du hast auf jeden Fall die Möglichkeit dich erstmal vor Ort umzusehen und zu entdecken, denn du musst nicht vorher buchen. Das Teilnehmen ging super entspannt über Drop in und kostete umgerechnet ca. 10,00 €. Das kann aber sicher, je nachdem wo, was und wie lange man praktiziert, variieren. Außerdem war es nicht verpflichtend in der Unterkunft zu wohnen, um dort auch Yoga zu praktizieren, weshalb einem wirklich viele Türen offenstehen.


Vom Schwierigkeitslevel würde ich behaupten, dass jeder mitmachen kann. Es war nicht nötig schon Vorkenntnisse im Yoga zu haben, einige Yogaschüler haben erzählt, dass sie erst in Goa mit Yoga angefangen haben. Wir haben es außerdem so erlebt, dass der Lehrer vorher gefragt hat, ob wir schon praktiziert haben, wie lange und ob es körperliche Beschwerden/ Einschränkungen gibt.

Was ich allerdings sagen muss ist, dass wir keine Hatha Yoga Stunde erlebt haben, in der keine Umkehrhaltung – also Schulterstand oder Kopfstand – praktiziert wurde. Umker


haltungen sind sehr lichtvolle Asanas, die uns auf ein höheres spirituelles Level bringen können, dennoch wirken sie sehr beruhigend, weshalb sie eine gute Vorbereitung für Meditation sind. Aber nun keine Panik bekommen, niemand wurde gezwungen einen Kopfstand zu machen und es wurde außerdem Hilfestellungen angeboten für alle, die Lust hatten, die Welt mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.


Das höchste Ziel im Yoga ist innere Freiheit, Erleuchtung, ein Gefühl von Zufriedenheit, Glückseligkeit und Einheit. Diesen Zustand wollen wir durch Meditation erfahren, weshalb Meditation ebenfalls DAS Ziel ist.

In Indien durften wir das wirklich intensiv erfahren. Jede Yogastunde beinhaltete nach der Asanapraxis ein langes Savasana (Schlussentspannung), Pranayama (Atemführung) und eine Meditation.


Ich persönlich fand es wirklich großartig eine ganzheitliche Praxis zu erfahren und bin sehr dankbar für die Erfahrung die traditionelle Form des Yoga kennengelernt zu haben.

Außerdem, was gibt es Schöneres, als nach einer kraftvollen Yogastunde am Morgen, zum Frühstück zu schlendern, während dort bereits eine Smoothie Bowl und ein frischgepresster Orangensaft auf dich warten. ;)



Ayouma


PS: Wir wohnten im Vaayu Waterman´s und im Anahata Retreat. Beide Unterkünfte befinden sich im

Norden von Goa am Ashwem Beach.




     Unterkunft: Anahata Retreat

Unterkunft: Anahata Retreat



Yoga Raum Anahata Retreat

Yoga Raum Anahata Retreat








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