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Tantrisches Hatha Yoga

  • Autorenbild: Ina
    Ina
  • 13. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

A note on practice, energy & experience






Warum ich mich ins tantrische Yoga verliebt habe:


Das größte Geschenk, das die Corona-Pandemie mir gemacht hat, war der Kontakt zum tantrischen Hatha Yoga. Ich hatte schon seit Jahren immer mal wieder phasenweise Yoga praktiziert und einen Achtsamkeitskurs (MBSR) besucht, aber nichts davon war bei mir von Dauer gewesen. Das sollte sich ändern, als ich durch Zufall auf ein Online-Video von Wanda Badwal stieß. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Seit dem Jahr 2020 praktiziere ich täglich. 2024 entschied ich mich für das Teacher Training bei Rod Stryker, der diesen Ansatz seit über 40 Jahren lehrt. 

Dazu muss man sagen – tantrisches Yoga ist nach wie vor nicht allzu weit verbreitet und das Wort Tantra führt immer noch zu vielen Missverständnissen.


Was war es also, das mich so am tantrischen Yoga begeistert? Drei Aspekte, möchte ich dir gerne vorstellen:



Tantra als ganzheitlicher Ansatz.


Spirituelle Entwicklung und ein glückliches Leben gehen Hand in Hand.


Anders als viele spirituelle oder religiöse Ansätze ist Tantra kein Ansatz der Entsagung oder der Transzendenz. Es wird nicht auf ein Jenseits hingearbeitet – Freiheit und Erfüllung findet im Leben statt. Der Wunsch nach einem erfüllten Leben ist Teil des Menschen – wer diesem Wunsch achtsam folgt, kann auch spirituell wachsen. Die meisten Tantriker*innen (im Tantra durften auch schon im Mittelalter Frauen praktizieren) hatten einen Haushalt, eine Familie, einen Beruf. Der Ansatz ist darauf ausgerichtet, in ein weltliches Leben integriert zu werden. Der Körper mit all seinen Bedürfnissen steht der Weiterentwicklung nicht entgegen, sondern stellt ein wichtiges Instrument im Wachstumsprozess dar.



"Energy follows thought"

Tantra lehrt uns gezielt mit unserer Energie umzugehen.

Hindernisse und Herausforderungen im Wachstumsprozess zu überwinden benötigt Energie – Tantra gibt uns dafür Praktiken an die Hand, mit der wir Energie sammeln und lenken können. Um einige davon zu nennen: Yoga-Haltungen, Atemtechniken, Meditation, Mantras, Bandhas (Energieverschlüsse) und noch einige mehr.

Es wurde damals schon erkannt, was die moderne Psychologie heute weiß: indem wir bestimmten Gedankenmustern anhängen, bekommen diese Energie, nehmen also in unserem Leben einen immer größeren Raum ein. Laut dem Tantra bedingen sich der Geist und Prana (Lebensenergie) gegenseitig. Gedanken können unseren gesamten Zustand verändern – und die Arbeit mit Prana z.B. durch gezielte Atmung, verändert unsere Gedanken und unser Nervensystem.

Der energetische Effekt tantrischer Praxis ist sofort spürbar, auch für Einsteiger.





Den Geist bewegen, um ihn in die Ruhe zu führen.

Die Kraft tantrischer Meditation.


Laut dem Tantra ist unser Geist seinem Wesen nach aktiv. Wenn wir versuchen, den Geist dazu zu bringen, ruhig zu werden, leistet er Widerstand (Versuch einfach mal an „nichts“ zu denken – und du verstehst, was gemeint ist). Deshalb wird in tantrischer Meditation der Geist gezielt bewegt (z.B. durch Visualisierung des Auf- und Abfließens von Energie oder einer pulsierenden Flamme im Herzen), um ihn am Ende in die Ruhe zu führen. Diese Praktiken werden auch Kriyas genannt. Das klingt erst einmal schwer vorstellbar – aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: es funktioniert und man spürt die Wirkung schon beim ersten Mal.


Hast du Lust, tantrisches Yoga auszuprobieren? Dann komm doch gerne einmal in meine Stunde dienstags um 19:15 Uhr.



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