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  • Alice Niederlich

Finde Vertrauen in das Leben

Aktualisiert: 14. Juli 2021

Wie kann ich mich mit feinstofflicher Energie aktiv unterstützen?

Bevor wir in diesen Artikel starten, möchte ich dich zu einer kleinen, aber sehr kraftvollen Übung einladen:


  • Finde eine aufrechte Position (im Stehen oder im Sitzen)

  • Schließe nun deine Augen

  • Führe deine Handflächen zueinander

  • Und beginne deine Handflächen ca. 30 Sekunden lang aneinander zu reiben, spüre die Wärme, die entsteht. Nimm wahr…

  • Löse deine Handflächen voneinander und bringe sie auf eine Entfernung von ca. 50 cm.

  • Und nun führe die Handflächen, ganz ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter wieder näher zueinander

  • Was spürst du? Nimmst du den Widerstand, der zwischen deinen Handflächen entstanden ist, wahr?

  • Erlaube dir mit dem nicht sichtbaren, aber fühlbaren Wattebausch zwischen deinen Händen etwas zu spielen, indem du die Hände näher zueinander bringst und dann wieder etwas mehr voneinander entfernst

  • Zuletzt bringe deine Handflächen wieder langsam zueinander, bis sie sich berühren. Vereine die Gegensätze vor deinem Herzen, atme tief ein und wieder aus und dann blinzle langsam deine Augen wieder auf.


Welcome back!


Diese Kraft, die du zwischen deinen Handflächen gespürt hast, ist für das Auge unsichtbar, dennoch existent. Das ist feinstoffliche Energie.

Oft ist es für uns schwer greifbar, denn feinstoffliche Energie ist nichts, das wir durch das Sehen wahrnehmen können, dennoch ist das die Energie, die uns belebt und uns das Leben schenkt. Im Yoga nennen wir diese feinstoffliche Energie Prana. Prana, die Lebenskraft, die alles durchdringt. Somit bestehen auch wir Menschen nicht „nur“ aus unserem physischen Körper, auch wir sind Energiewesen. Und das großartige ist, dass wir uns für diese feinstoffliche Energie sensibilisieren können, wir können lernen sie über unseren physischen Körper wahrzunehmen und diese Kraft für uns nutzen.


Die Chakren: Die Tore zum wahren Selbst


Wie du bereits erfahren hast, gehen wir an das Thema aus der Perspektive heran, dass wir mit der feinstofflichen Energie in uns arbeiten. Prana, die Lebensenergie, fließt durch sogenannte Energieleitbahnen durch uns durch. Diese Energieleitbahnen werden auch Nadis genannt. Laut Hatha Yoga Pradipika durchkreuzen ca. 72.000 Nadis unseren Körper, doch wir fokussieren uns auf die drei Hauptkanäle Shushumna, Ida und Pingala.

Shushumna ist der Hauptkanal oder auch Zentralkanal und verläuft entlang unserer Wirbelsäule. Ida Nadi ist der Mondkanal und verläuft entlang der linken Körperseite, Pingala Nadi ist der Sonnenkanal und verläuft auf der rechten Seite. Ida und Pingala verlaufen jedoch nicht geradeaus nach oben, sondern sie schlängeln sich von unten nach oben. In diesem Zuge kreuzen sie sich an bestimmten Stellen im Körper und dort sind unsere Energiezentren, die Chakren. In den Chakren wird die Energie gespeichert. Doch kommt es zu einer Funktionsstörung in einem Chakra, kann es zu einer Über- oder Unterfunktion kommen, in diesem Fall wird häufig von einer Blockade gesprochen.


Jedes Chakra hat unterschiedliche Qualitäten und steht für unterschiedliche Themen in unserem Leben. Somit bietet uns dieses System die Möglichkeit, uns selbst besser zu verstehen und die Themen, die uns beschäftigen zu erkennen.


Doch, bevor wir uns mit den oberen Chakren und der aufsteigenden Energie beschäftigen können, benötigen wir ein stabiles Fundament. Ein tiefes Vertrauen, um uns hingeben zu können, denn Sicherheit und Stabilität ist ein Grundbedürfnis der menschlichen Existenz.


Das Muladhara Chakra – „Ich bin geerdet. Ich bin sicher und voller Vertrauen.“


Dieses Fundament bildet das Muladhara Chakra oder auch das Wurzelchakra. Dieses Chakra ist zuständig für das Urvertrauen, für unser Sicherheitsgefühl, unsere Stabilität und unser Selbstvertrauen. Ist das Muladhara Chakra in Balance, können wir uns selbst ein Fels in der Brandung sein und wir haben eine gute Basis, um die höherliegenden Chakren zu öffnen und auszubalancieren. (Chakrenleiter)

Doch ist das Wurzel Chakra in einer Dysbalance, kann es u.a. zu Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten kommen. Das Vertrauen in das Leben kann geschwächt werden. Die Gedanken schweifen in die Zukunft ab, wir wollen planen, das Leben unter Kontrolle haben, obwohl wir das Leben und die Zukunft, auch mit aller Kraft, nicht vollständig kontrollieren können. Es ist schlichtweg nicht möglich.

Und genau hier setzt Yoga an. Yoga macht uns bewusst, dass wir Sicherheit und Stabilität nicht im Außen finden. Es erinnert uns daran, dass wir die Stabilität in uns selbst tragen und dass wir vertrauen dürfen.

Wie können wir also nun mit unserem Muladhara Chakra arbeiten und es in Balance bringen? Wie können wir in uns selbst einen sicheren Hafen kreieren?


Verschaffen wir uns an dieser Stelle einmal einen kleinen Überblick über die Chakrensymbolik des Muladhara Chakra:


Bedeutung: Fundament

Qualitäten: Sicherheit, Stabilität, Erdung, Urvertrauen

Farbe: Dunkelrot

Element: Erde

Sinnesorgan: Riechen

Sitz: am Ende der Wirbelsäule

Bija Mantra: LAM


Hier liegen bereits deine ersten Möglichkeiten, um dein Wurzel Chakra zu aktivieren.

Du kannst zum Beispiel rote Kleidung tragen, rote Lebensmittel verspeisen oder auch die Farbe Rot am Ende der Wirbelsäule visualisieren.

Außerdem kannst du mit der Vibration des Bija Mantra arbeiten. Finde hierfür einen aufrechten Sitz, atme tief ein und mit jeder Ausatmung chante laut oder gedanklich die Silbe LAM.

Du möchtest gerne mit Edelsteinen arbeiten? Dann wähle z. B. einen Granat, einen Rubin oder einen roten Achat aus. Ich persönlich trage sehr gerne Mala Armbänder oder Mala Ketten, um mich mit der Wirkung der entsprechenden Edelsteine zu unterstützen. Du kannst aber auch einzelne Edelsteine wählen. Lege z. B. deine Hände während der Meditation in den Schoß und halte darin den Stein. Probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert und womit du dich wohl fühlst.


Muladhara Chakra ist mit dem Element Erde verbunden und auch das kannst du zur Stärkung nutzen. Spaziere bewusst durch den Wald, vielleicht hast du einen Meditationsaltar und möchtest Steine oder Muscheln dort hinlegen. Auch hier wieder der Reminder: Überprüfe, was sich für dich gut anfühlt. An welchem Ort in der Natur fühlst du dich verbunden? Oder möchte ich einfach mal wieder die Spielfreude, die Kinder haben, in mir wecken und mit den Händen in der Erde buddeln? Vertrau auf deine Intuition.


Eine weitere kraftvolle Methode ist die Arbeit mit Affirmationen. Das Muladhara Chakra arbeitet mit der Affirmation Ich bin… .


Ich bin geerdet.

Ich bin voller Vertrauen.

Ich bin gehalten.

Ich bin sicher.

Ich bin zentriert.

Ich bin zu Hause.

Ich bin geschützt und sicher.

Ich bin kraftvoll und geerdet.

Ich bin wertvoll.


Und zu guter Letzt möchte ich dir noch die Asana Praxis mit auf den Weg geben. Sehr wirkungsvoll ist hier die Asanafamilie der Vorbeugen. Sie aktivieren die abwärtsgerichtete Energie (Apana Vayu), aktivieren das parasympathische Nervensystem und verhelfen uns zu mehr Erdung und Ruhe im Geist. Zum anderen kannst du dich an Streckungen wie z.B. Tadasana (der Berghaltung), Virabhadrasana II (Krierger II) oder Vrksasana (der Baum) bedienen.



Virabhadrasana II (Krieger II)


Baddha Konasana (Sitzender Schmetterling)



Du hast Lust tiefer in das Thema einzutauchen und zu lernen, wie du mit deinen Hauptchakren arbeiten kannst? Dann kannst du dich jetzt noch für den Chakra Yoga Special Kurs bei Ayouma anmelden.


https://www.ayouma.de/chakra-special-kurs


Start ist der 02.06.2021.



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